Erlebnistour in Montreal
Die kalten und langen Winter (und heißen, schwülen Sommer) in Montreal waren der Grund für den Bau eines unterirdischen Tunnelnetzwerkes, in dem sich (hauptsächlich) unterirdische Geschäfte, Cafés, Hotels, Métrostationen und Sehenswürdigkeiten niedergelassen haben. Dieses monumentale Bauwerk erstreckt sich über 23 Meilen (37km) und wird täglich von etwa 500.000 Menschen besucht. Hier kann man sich hervorragend einen Film anschauen, ein neues Outfit kaufen, Eislaufen, Kunst besichten oder in einen Zug nach New York einsteigen – ohne sich jemals herauswagen zu müssen.
Startpunkt: Peel Métro-Station.
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Peel Métro-Station
Die Besucher sollten wissen, dass die farbigen Kreise an den Wänden dieser U-Bahn-Station von dem berühmten Quebecker Künstler Jean-Paul Mousseau (1927-1991) stammen. Mousseau, ein Mitglied der Automatistengruppe, war ein Verfechter der Integration von Kunst in urbanen Landschaften. Später wurde er Art Director für das U-Bahn-Netz und spendete mehrere Wandgemälde für verschiedene U-Bahn-Stationen.
Les Cours Mont-Royal
Innovative Mode und trendige Stile stehen im Les Cours Mont-Royal unangefochten an erster Stelle. Das ‘Three Monkeys‘, die vielleicht beste Boutique im gesamten Gebäudekomplex, stellt die Werke einiger der talentiertesten Künstler und Designer von Montreal vor, während andere Geschäfte mit grellen Outfits junge Diskogänger ansprechen. Die schicken Geschäfte des Les Cours Mont-Royal hingegen vermitteln den modebewussten Besuchern wieder etwas an Glaubwürdigkeit. Bevor es ein Zentrum für die Mode wurde, stand von 1922 bis in die späten achtziger Jahre an dieser Stelle das legendäre Mont Royal Hotel. Nachdem es völlig ausbrannte, wurde auf dem Gelände dieser Gebäudekomplex mit Geschäften und Boutiquen errichtet. Anstatt auf den wunderschönen Kronleuchter des Hotels zu glotzen, können die Gäste des Les Cours Mont-Royal nun die 'Tingmiluks‘ in ihrem Flug über das Atrium bewundern. Die sechs Metallskulpturen der fliegenden Schamanen wurden vom Inuit-Bildhauer David Piqtoukuni entworfen.
Wo
1455 Rue Peel
Website
Le Centre Eaton
Die Glanzperiode des außergewöhnlichen Eaton Centre ist längst vergangen, aber das Einkaufszentrum auf vier Ebenen ist noch immer der größte Einzelhandelsstandort in der Innenstadt und einer der beliebtesten Orte der Untergrundstadt (mit 28 Millionen Kunden pro Jahr), was vielleicht an dem riesigen Gastronomiebereich liegen könnte. Das unendliche Meer aus Stühlen und die vielen Restaurants auf der unteren Ebene sind eine gute Wahl für diejenigen, die auf der Suche nach einem schnellen Imbiss sind.
Wo
705 Rue Sainte-Catherine Ouest
Website
Complexe Les Ailes
Neben dem Eaton Centre liegt eines der ästhetisch eindrucksvollsten Einkaufszentren von Montreal. Das ehemalige Eaton-Kaufhausgebäude (erbaut in 1927) war lange Zeit das zweitgrößte Warenhaus in Kanada, bevor es im Jahre 1999 völlig ausbrannte und in ein Büro- und Einzelhandelskomplex umgebaut wurde. Neben dem Kaufhaus Les Ailes de la Mode beherbergt das dreistöckige Einkaufszentrum auch einige der teuersten Boutiquen der Stadt: Lacoste, Guess? und Swarovski, um nur einige zu nennen. Sein prachtvolles Oberlicht und das beleuchtete Atrium machen den Complexe Les Ailes zu einer echten Sehenswürdigkeit, sowohl am Tag als auch am Abend.
Promenades Cathédrale
Die Struktur dieses Einkaufszentrums mit über 60 Geschäften mag zwar sehr unübersichtlich sein, aber wenn man bedenkt, wie es erbaut wurde (die Kathedrale wurde etwa zur gleichen wie die Arkaden erbaut und steht heute über Les Promenades de la Cathédrale), ist es verständlich, weshalb die Gänge so eng und spiralförmig sind. Mit Bildschirmen in den Gängen wird den Besuchern in einer Videopräsentation die einmalige und schwierige Geburt dieses unterirdischen Einkaufszentrums veranschaulicht.
Wo
625 Rue Sainte-Catherine
Telefon
+1 514 845 8230 Durchwahl -215
Place Ville-Marie
Das erste unterirdische Einkaufszentrum der Stadt eröffnete gleichzeitig mit der Fertigstellung dieses kreuzförmigen Bürogebäudes im Jahre 1962 zum ersten Mal seine Türen. Das 41-stöckige Hochhaus wurde ursprünglich gebaut, um die Sicht auf eine hässliche Bahntrasse nördlich vom Gare Centrale (7) zu versperren. Mit den Tunneln des Einkaufszentrums, die sowohl zum Bahnhof als auch zum Queen Elizabeth Hotel führen, wurde gleichzeitig der Grundstein für das Tunnelnetzwerk gelegt, das sich später zur Untergrundstadt entwickelte.
Website
Gare Centrale (Hauptbahnhof)
Der heutige Hauptbahnhof ist der wichtigste Verkehrsknotenpunkt für alle Zugverbindungen von und nach Montreal. Er wurde über die alten Bahntunnel der Canadian Northern Railways aus den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts gebaut. Damals lagen viele Bahnhöfe über die ganze Stadt verstreut. Als die Notwendigkeit einer Zusammenfügung aller Bahnhöfe erkannt wurde, begann man mit dem Bau des Gare Centrale (allerdings verzögerte sich die Fertigstellung des Bahnhofs aufgrund der Großen Depression bis zum Jahre 1943). Neben dem Bahnhof befinden sich Les Halles de la Gare, ein Einkaufs- und Restaurantkomplex, in dem es auch eine Filiale von Première Moisson gibt, die zu den besten Bäckereien von Montreal gehört.
Wo
895 Rue de la Gauchetière Ouest
Telefon
+1 514 989-2626 (über die Bahnauskunft).
1000 Rue de la Gauchetière
Man ist sich nicht ganz einig, ob es sich bei diesem Bürogebäude um das höchste Hochhaus der Stadt handelt (einige Wolkenkratzer überragen mit ihren Spitzen zwar die Höhe dieses Gebäudes, die Gebäude selbst sind jedoch kleiner). Das 51-stöckige, postmoderne Gebäude (erbaut im Jahre 1992) erreicht immerhin mit 672 Fuß (205 m) dieselbe Höhe wie der Mont Royal, der höchste Punkt von Montreal. Beachten Sie das mit Kupfer verkleidete Dach und die runden Eingänge an der Ecke des Gebäudes, die der Form der gegenüberliegenden Cathédrale Marie-Reine-du-Monde nachempfunden sind.
Eislaufbahn
Die sportlichen Leute haben hier die Möglichkeit, ihr Können mit einem doppelten Rittberger oder einem dreifachen Salchow unter Beweis zu stellen. Es macht jedoch viel mehr Spaß, an einem der umliegenden Stände einen Imbiss einzunehmen und dabei den Eisläufern zuzuschauen, wie sie den Säulen in der Mitte der Eislaufbahn ausweichen. Der von Licht überflutete Raum unter einer Glaskuppel ist der Eisbahn im New Yorker Rockefeller Center nachempfunden.
10 mmmuffins
Telefon
+1 514 395 0555



