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Alfama, ein altes Labyrinth von Straßen

Von einem Balkon mit schmiedeeisernem Geländer hängt Wäsche herunter. Die melodischen Schreie eines Fado-Sängers hallen durch die Straße. Bunte Kacheln zieren die Fassaden der hohen Häuser. Alfama, der Stadtteil zwischen dem Castelo de São Jorge und dem Tejo ist vielleicht der schönste Teil der portugiesischen Hauptstadt Lissabon.

Alfama ist der historische Stadtkern von Lissabon. Dieser Stadtteil war der einzige, der bei dem verheerenden Erdbeben von Lissabon im Jahr 1755 kaum Schäden erlitten hatte. Zwar hatten die Römer und die Westgoten hier bereits ihre Spuren hinterlassen hatten, prägten insbesondere die Mauren ab 711 das Bild der Stadt. Ein typisches Beispiel für den maurischen Einfluss ist das Labyrinth von Straßen mit ihren hohen, weißgetünchten Häusern. Der Name „Alfama“ stammt wahrscheinlich von dem arabischen Wort für Bäder und weist auf die Thermalquellen in diesem Teil der Stadt hin. Alfama strahlt mit seinem Netz von engen Straßen und Plätzen mit Palmen eine angenehme Atmosphäre aus, und um jede Ecke, hinter jeder Tür verbirgt sich eine neue Überraschung.

Blick über Alfama, die Lissaboner Altstadt
Blick über Alfama, die Lissaboner Altstadt

Lissabon

Ein Rundgang durch Alfama mit dem Kloster, dem Nationalen Pantheon und dem römischen Theater

Der Weg vom Castelo de São Jorge nach Alfama führt vorbei an den Portas do Sol, einem der vielen Aussichtspunkte (miradouros) auf Alfama. Der Blick von hier über die orangen Dächer und den glitzernden Fluss ist wahrhaft perfekt wie im Bilderbuch. Einige hundert Meter von hier befindet sich das Kloster von São Vicente de Fora, das im Jahre 1147 von Afonso Henriques, dem ersten portugiesischen König, errichtet wurde. Die heutigen Gebäude stammen hauptsächlich aus dem 17. und 18. Jahrhundert und umfassen eine einzigartige Kirche, deren strenge und nüchterne, symmetrische Fassade ein prächtiges Beispiel für den Manierismus ist.

Hinter dem Kloster erhebt sich die weiße Kuppel des Nationalen Pantheons oder Igreja de Santa Engrácia. Dieses Heiligtum blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Seine Konstruktion erfolgte in der Zeit von 1681 bis 1712, als der Architekt verstarb und König João V. das Interesse an dem Bau verlor. Danach blieb die Kirche bis 1960, als der damalige Premierminister beschloss, es in ein Nationales Pantheon umzuwandeln, quasi unberührt. Heute sind hier die Gräber einiger der berühmtesten Portugiesen, so der Schriftstellerin Almeida Garrett und der Fado-Diva Amália Rodrigues zu sehen.

Im westlichen Teil von Alfama sind heute noch die Überreste aus der Römerzeit erhalten, darunter die Ruinen eines großen römischen Theaters aus dem ersten Jahrhundert v. Chr., aus der Epoche von Kaiser Augustus. Im Mittelalter geriet das Theater in vollkommene Vergessenheit; erst nach dem verheerenden Erdbeben von 1755 wurde es wiederentdeckt. Das kleine, interaktive Museum zeigt einige steinerne Säulen und andere Funde, so unter anderem eine Büste von Silenus.

Sänger mit Alfama im Hintergrund

Der Fado, das portugiesische Lied vom Leben

Über die Ursprünge des Fado sind die Meinungen sehr geteilt: Während die einen davon überzeugt sind, dass die melancholische portugiesische Musik einst in Alfama entstand, bestehen andere darauf, dass er in der Stadt Coimbra seinen Ausgang nahm. Doch wie dem auch sei, Alfama hat einige der ältesten und authentischsten casas de fado von Lissabon. Dieses sind Restaurants oder Kneipen, in denen sowohl berühmte Fado-Sänger als auch bisher unbekannte Talente auftreten, um das berühmte portugiesische „Lied des Lebens“ vorzustellen. In Alfama gibt es auch ein Fado-Museum: Welche Entstehungsgeschichte hier gezeigt wird, können Sie wohl raten!

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Fado-Museum, Largo do Chafariz de Dentro 1, Lissabon, Portugal

Fotodanksagungen

  • Sänger mit Alfama im Hintergrund: HUANG Zheng, Shutterstock