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Astronomischer Palast

Einige Kilometer außerhalb des Stadtzentrums von Graz liegt das von üppigen Gärten umgebene Schloss Eggenberg. Im 17. Jahrhundert residierten hier die Mitglieder der mächtigsten Dynastie der Steiermark. Heute gilt das Schloss als einer der größten österreichischen Schätze barocker Architektur. Auch aufgrund der Ausstellungen mit Exponaten aus der Sammlung des Universalmuseums Joanneum zieht es viele Besucher an.

Angefangen hat alles mit Hans Ulrich Fürst von Eggenberg, der 1625 den Bau des Schlosses in Auftrag gab. Der von ihm eingestellte italienische Architekt verarbeitete in den Bauplänen eine symbolische Darstellung des Universums. Heute wird das Erdgeschoss hauptsächlich für Ausstellungen genutzt, doch die 24 Säle in der ersten Etage sind unverändert geblieben. Am eindrucksvollsten ist hier der riesige Planetensaal, in dem der Hofmaler Adam Weissenkircher an der Decke einen umfangreichen Gemäldezyklus schuf. Darin hat er die Familie Eggenberg fast buchstäblich angehimmelt und viele astrologische, numerologische und mythologische Verweise eingearbeitet.

Das Schloss liegt in einem üppig bewachsenen Garten.
Das Schloss liegt in einem üppig bewachsenen Garten.

Graz

Eine kalte Zeitkapsel

Dass das Schloss Eggenberg als UNESCO-Welterbe gelistet ist, verdankt es zu einem erheblichen Teil einem außergewöhnlichen Zufall. Als im Jahr 1717 der letzte Fürst von Eggenberg in jungen Jahren an einer Blinddarmoperation starb, erlosch das Geschlecht Eggenberg im Mannesstamm und verlor die reiche Familie rasch ihr Vermögen. Das Schloss verfiel allmählich, nur die Deckengemälde und der barocke Stuck blieben erhalten. Im 19. Jahrhundert wurde das Schloss kaum bewohnt und lag der Schwerpunkt auf den Gärten.


Ein ganzes Jahrhundert lang waren die Räumlichkeiten im ersten Stock unbewohnt, unbeleuchtet und unbeheizt. Im 20. Jahrhundert erwies es sich als zu kostbar, das Schloss ans Stromnetz anzuschließen. Diese Tatsache stellte sich als Glücksfall heraus, denn 1953 wurde ersichtlich, dass genau das die vielen Kunstwerke gerettet hatte. Hätte man geheizt, wären die Gemälde schon vor langer Zeit verloren gegangen, weil der Temperaturunterschied zwischen der warmen Decke und dem kalten Dachboden über der Decke einfach zu groß gewesen wären. Die Dunkelheit und die Kälte sind zwar für die Besucher nicht so angenehm, doch sie sind die perfekten Voraussetzungen für den Erhalt der Gemälde. Im Winter sind die Räumlichkeiten für den Publikumsverkehr geschlossen.

Der Planetensaal
Die barocke Schlossanlage liegt westlich von Graz.

Romantische Gärten

Die Parkanlage von Schloss Eggenberg ist eine Art lebendiges Gemälde; für die musikalische Untermalung sorgen die im Park lebenden Pfauen mit ihren Rufen. Im 19. Jahrhundert ersetzten Johann Hieronymus Graf von Herberstein und seine Frau Marie Henriette die formale barocke Gartenarchitektur durch üppige englische Gärten, die damals sehr beliebt waren. Im 20. Jahrhundert blieb der Park weitgehend ungenutzt, doch seit den späten 1990er-Jahren wurde er nach und nach restauriert. 2008 erfolgte die Eröffnung der größten Attraktion des Gartens: der Rosenhügel erstrahlte wieder in alter Schönheit. Jedes Jahr im Juni öffnen hier Tausende Rosen zur gleichen Zeit ihre Knospen.

In den Gärten erklingen die Rufe von Pfauen

Fotodanksagungen

  • Die barocke Schlossanlage liegt westlich von Graz.: Harry Schiffer / Graz Tourismus
  • In den Gärten erklingen die Rufe von Pfauen: Flickr: Denis Mau