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Ein beeindruckender Konzertsaal: Die Londoner Royal Albert Hall

Unter anderem durch Alfred Hitchcock und Bob Dylan ist die Royal Albert Hall zu einem der berühmtesten Konzertsäle auf der ganzen Welt geworden. Anderthalb Jahrhunderte nach seiner Einweihung durch Königin Victoria findet in diesem „Tempel der Kultur“ - von Symphonieorchesterkonzerten bis hin zu Rock-Musicals - alles statt.

In dem Film Der Mann, der zuviel wusste (1956) schrie Doris Day so laut, dass sie sogar das Londoner Symphonieorchester übertönte. Der gruselige Höhepunkt des Hitchcock-Thrillers findet in der Royal Albert Hall statt. Der böse Held des Films heckt Pläne aus, um einen ausländischen Staatsmann aus einer der Boxen zu erschießen. Der kaltblütige Mordanschlag soll während des bombastischen Finales der Sturmwolken-Kantate verübt werden, sodass das Publikum den Schuss nicht hören kann. Nur unsere Heldin vermag, die bevorstehende Katastrophe abzuwenden, als die Klänge des Orchesters ein Crescendo erreichen.

Kulturpalast Royal Albert Hall
Kulturpalast Royal Albert Hall

London

Eine zwölfminütige Ode

Doris Days markerschütternder Schrei rettete das Leben des Staatsmanns, und der Mörder wurde gefangen! Ende gut, alles gut. Die zwölfminütige Szene, die mit der legendären Präzision von Hitchcock verfilmt wurde, bestätigt das Ansehen der Royal Albert Hall als schönste Londoner Konzerthalle, und das zur großen Freude ihres Vorstands. Die Beatles und The Kinks haben auf dieses monumentale Gebäude Loblieder gesungen; Bücher wurden über darüber verfasst, und die bogenförmigen Korridore ringsum strahlen Geschichte aus.

Eine Bühne für die Größten und Berühmtesten der Welt

Genau wie Prinz Albert es beabsichtigt hatte: Nach der Londoner Weltausstellung von 1851 hatte der Prinz-Konsorte von Königin Victoria eine Vision, ein ständiges Gebäude zu errichten, in dem die Bevölkerung, umgeben von den besten Schulen und Museen, Kunst und Wissenschaft genießen konnte. Leider jedoch war Prinz Albert zu frühzeitig, nämlich im Jahre 1861 verstorben, um das Resultat zu sehen; das war sechs Jahre vor dem Beginn der Bauarbeiten für den Konzertsaal. Heute gilt die Royal Albert Hall als einer der schönsten Konzertsäle auf der ganzen Welt. Sie nimmt einen ganz besonderen Platz im Herzen der meisten Londoner ein, und der vielen Künstler, die bereits hier aufgetreten sind.


Seit ihrer Einweihung im Jahre 1871 hat sich die Royal Albert Hall mit viel Mühe ein tadelloses Ansehen erworben. Hier sind bereits die größten Künstler der Welt, wie Leonard Bernstein und Herbert von Karajan, auch Orchester wie das niederländische Koninklijk Concertgebouw-Orchester und die Wiener Philharmoniker, aufgetreten; ebenso Pop-Gruppen wie die Beatles, die Rolling Stones, und in jüngerer Zeit, Coldplay und Stereophonics. Auch der Eurovision Song Contest wurde im Jahr 1968 aus der Royal Albert Hall ausgestrahlt; das war die erste europäische Live-Ausstrahlung in Farbbild. Und seit 1941 finden auch hier die jährlichen ‚Proms‘ - das größte Festival der klassischen Musik auf der ganzen Welt - statt.

Doch in der Royal Albert Hall findet soviel mehr als Konzerte statt. Seit nunmehr 20 Jahren findet hier der ‚Miss World‘-Schönheitswettbewerb statt. Den berühmtesten Filmvorführungen, wie die Welt-Premieren der Bond-Filme Stirb an einem anderen Tag (2002) und Skyfall (2012) wohnten entweder Königin Elisabeth oder der Herzog und die Herzogin von Cornwall bei. Darüber hinaus dient die Royal Albert Hall auch als Sportarena; hier haben bereits zahlreiche Basketball- und Badminton-Spiele sowie Boxwettkämpfe stattgefunden, und im Dezember finden Sie hier sogar einen Tennisplatz. Die ersten Sumo-Ringer-Meisterschaften außerhalb von Japan fanden 1991 hier statt, und im Sommer 2015 betraten maskierte mexikanische ‚lucha libre‘-Ringer die Arena.

Ein Box-Wettkampf im Jahr 2011
Royal Albert Hall, London

Bob Dylan war ein Judas

Von all den legendären Konzerten, die bereits hier stattgefunden haben, werden sich die Londoner lebhaft an das eine von Bob Dylan erinnern: 1965 gab Dylan seinen ersten Auftritt in der Royal Albert Hall. Er war 23 Jahre alt und hatte gerade sein 5. Studio-Album herausgegeben. Er erfreute sich außerordentlicher Beliebtheit und schien im Rampenlicht der Londoner Bühnen. Ein Jahr später gab er einen erneuten Auftritt, doch dann nahmen die Dinge einen anderen Lauf. Das Konzert bestand aus zwei Teilen: vor der Pause einem Akustik-Satz, so wie das Publikum es von ihm erwartete, gefolgt von einem Elektronik-Satz. Doch der zweite Teil erfreute sich bei den britischen Dylan-Fans keiner großen Beliebtheit. Die Zuschauer riefen ihm Buh-Rufe zu, und ein Anhänger, der ihm den Rücken kehrte, nannte den Musiker einen „Judas!“. Ein anderer Fan schrie heraus: „Ich werde dich nie mehr hören!“


„Ich glaub‘ dir nicht; du bist ein Lügner,“ war Dylans Antwort, und er ordnete seine Band an, den Titel Like A Rolling Stone extra laut zu spielen. Bob Dylan Live 1966 - The Royal Albert Hall Concert wurde sein berühmtestes Piraten-Album. Jahrzehnte später stellte es sich heraus, dass die unerlaubte Aufnahme nicht in London, sondern in Manchester angefertigt worden war. Nichtsdestoweniger hat der „Judas“-Vorfall das Album einen mythischen Status als ‚der Heilige Graal des Rock‘ & Roll‘ verliehen. Es sollte 47 Jahre dauern, bis Dylan wieder einen neuen Auftritt gab, und zwar im Jahr 2013, wobei er auf eine einhellig positive Resonanz stieß. Im Oktober 2015 wird er ein Tribut an Frank Sinatra spielen, und alle 5 Konzerte waren schnell ausverkauft!

Die alljährlichen ‚Proms‘ der BBC

Royal Albert Hall

In der Royal Albert Hall gerieten regelmäßig Konzerte außer Kontrolle. Das Jahr 1971 war ein Tiefpunkt. Von den 23 Pop-Konzerten, die in dem Jahr stattfanden, verlief nur eins reibungslos und ungestört. Nachdem die britische Gruppe ‚The Nice‘ die amerikanische Flagge verbrannt hatte, fasste die Leitung einen drastischen Beschluss, nämlich ein künftiges Verbot von Pop- und Rock-Konzerten. Frank Zappa mit dem Royal Philharmonic Orchestra, Bryan Ferry mit einer 15-köpfigen Band und das Rock-Musical „Tommy“ mit den Stars Rod Stewart, Richard Harris und Ringo Starr wurden alle abgeblasen. Das war ein riesiger finanzieller Verlust, und das Verbot war nur von kurzer Dauer.

Nehmen Sie an einer Führung durch die Royal Albert Hall teil

Buchen Sie eine Führung, um die Royal Albert Hall auch hinter den Kulissen zu entdecken: Auf der einstündigen Grand Tour bekommen Sie die gesamte Konzerthalle, einschließlich des beeindruckenden großen Saals und des ‚Royal Retiring Room‘, dem Privatzimmer der Königin, zu sehen. Auf der Secret History Tourwerden Sie einige Geschichten erfahren, die nur Insidern bekannt sind, während bei der Inside-Out Tourein Schwerpunkt auf der Architektur liegt; die Behind the Scenes Tour bietet dem Besucher einen Blick hinter die Kulissen. Es gibt auch einen Nachmittagstee (‚afternoon tea‘) mit Champagner, oder Sie können auch ein komplettes Abendessen genießen. Mit einer Auswahl von 6 Restaurants und 14 Bars lässt sich ein Konzert also ohne weiteres zu einem kompletten abendlichen Ausgang machen!

Fotodanksagungen

  • Ein Box-Wettkampf im Jahr 2011: Wikimedia Commons: Paul Morrison
  • Die alljährlichen ‚Proms‘ der BBC: Shutterstock: Bikeworldtravel