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Josefstadts jüdische Geschichte

Im Herzen Prags, an den Ufern der Moldau, liegt der Stadtteil Josefstadt. Dieses jüdische Viertel hat eine klangvolle Geschichte und dient als Kulisse für viele Geschichten des Schriftstellers Franz Kafka, der hier lebte. Nehmen Sie sich die Zeit und erkunden Sie die Kopfsteinpflasterstraßen und lernen Sie die Kultur, Architektur und Geschichten von Prags jüdischer Gemeinde kennen.

Das jüdische Viertel von Prag existiert seit dem 13. Jahrhundert. Zu dieser Zeit zogen viele Juden in dieses beengte Viertel – zu Spitzenzeiten lebten hier ca. 18.000 Menschen. Heute lebt nur noch eine kleine jüdische Gemeinde in Josefstadt, aber die historische Atmosphäre können Sie noch immer schnuppern. Obwohl große Teile des Bezirks im 19. Jahrhundert saniert wurden, blieben die meisten wichtigen Gebäude und Denkmäler intakt. Die 6 Synagogen, die jüdische Stadthalle und der Alte Jüdische Friedhof gehören zu den am besten erhaltenen jüdischen Denkmälern Europas. Diese historischen Stätten erinnern uns an eine Zeit als die jüdische Kultur hier eine Blütezeit erlebte.

Das alte Judenviertel in Prag
Das alte Judenviertel in Prag

Prag

Ein Spaziergang durch die jüdische Geschichte

Die bekannte Altneu-Synagoge, Europas älteste Synagoge, befindet sich an der mondänen Pařížská-Straße. In diesem Gotteshaus, das aus der Mitte des 13. Jahrhunderts stammt, werden auch heute noch Gottesdienste abgehalten. Das gezackte Mauerwerk ihrer Fassade ist ein typisches Beispiel der Frühgotik. Auch im Innern finden sich original Ornamentierungen, wie die verzierten schmiedeeisernen Lüster. Ein interessantes Detail ist die rote Flagge bestickt mit einem goldenen Davidstern, die den westlichen Pfeiler schmückt. Kaiser Ferdinand III. schenkte diese Flagge den Prager Juden Ende des 17. Jahrhunderts.
Neben der Altneu-Synagoge steht das elegante jüdische Rathaus, das 1586 errichtet wurde. Wie viele andere Denkmäler in der Josefstadt wurde das Rathaus von Mordechai Maisel gebaut, einem der reichsten Männer Prags im 16. Jahrhundert. Zu den interessanten Merkmalen zählen die zwei Uhren an seiner Fassade, von denen die höher gelegene ein römisches Ziffernblatt hat, während die darunter befindliche ein hebräisches Ziffernblatt besitzt und sich die Zeiger gegen den Uhrzeigersinn drehen. Im Rathaus gibt es ein koscheres Restaurant, das zur Mittageszeit ab 11.30 Uhr bis 14.00 Uhr geöffnet ist und empfohlen wird, wenn Sie die authentische jüdisch-tschechische Küche probieren wollen.
Auf der anderen Straßenseite befindet sich der Alte Jüdische Friedhof, der von 1478 bis 1786 benutzt wurde. Tausende von Grabsteinen stehen so dicht beieinander, dass sie sich gegenseitig zu stützen scheinen. Dieser geheimnisvolle Ort spricht Bände über die jüdische Geschichte in Prag. Ca. 100.000 Juden sollen hier begraben sein. Da der Friedhof nicht erweitert werden durfte, wurden die Gräber in 12 Schichten gegraben. Das berühmteste Grab ist das von Jehuda ben Bezal’el Löw, auch bekannt als der Maharal von Prag.

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Die Altneu-Synagoge

Der Golem von Prag

Jehuda ben Bezal’el Löw, der Maharal von Prag (1525-1609), war ein bekannter Rabbi, Gelehrter und der geistige Führer der jüdischen Gemeinde in Prag. Sein Andenken ist für immer mit einer seltsamen Legende verknüpft: Es wird behauptet, der Maharal habe einen Golem aus dem Lehm der Moldau erschaffen, den er mit Ritualen und hebräischen Beschwörungen zum Leben erweckt habe. Dieser Golem, ein Wesen aus der jüdischen Folklore, würde sich noch immer auf dem Dachboden der Altneu-Synagoge verstecken, bis die Prager Juden seinen Schutz bräuchten.

Statue von Franz Kafka

Die Heimat von Franz Kafka

Franz Kafka (1883-1924) verbrachte einen Großteil seines Lebens in der Josefstadt. Die Kafka-Familie lebte in der Straße Dušní Nr. 27 und eine wenige Meter entfernt stehende Bronzestatue erinnert an den berühmten Schriftsteller. Der Bildhauer der Statue, Jaroslav Róna, wollte die Kurzgeschichte „Beschreibung eines Kampfes“ darstellen, bei dem eine freundliche Unterhaltung zwischen dem Erzähler und einem Bekannten zu einem Kampf wird. Kafkas Geschichte spielt größtenteils an den Ufern der Moldau und der Schriftsteller selbst sitzt auf den Schultern der geheimnisvollen und kopflosen schwarzen Figur aus der Geschichte.