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Ein Denkmal an den Völkermord in Ruanda

Kein Ereignis hat größere Auswirkungen auf die Geschichte Ruandas gehabt als der Bürgerkrieg von 1994. In einer Periode von 100 Tagen und unter dem wachsamen Auge einer Friedenstruppe der Vereinten Nationen ermordeten die Hutus systematisch über eine Million Tutsis. Die Völkermord-Gedenkstätte in Kigali ist ein Denkmal an einen der blutigsten Völkermorde der Weltgeschichte.

Die Völkermord-Gedenkstätte in Kigali (Genocide Memorial Centre) wurde am zehnten Jahrestag des Genozids, im Jahr 2004, eingeweiht. Das Zentrum befindet sich im Vorort von Gisozi, an der Stelle, wo 250.000 Menschen – eine surreale Zahl – ihre letzte Ruhestätte in einem Massengrab fanden. ¬In drei Dauerausstellungen wird erklärt, wie es zu dem Völkermord kam, d.h. wie sich die Spannungen zwischen den Bevölkerungsgruppen in dem kleinen afrikanischen Land verschärften, was den Völkermord auslöste und wie die Tragödie unter dem wachsamen Auge einer bedeutenden Friedenstruppe der Vereinten Nationen zum vollen Ausbruch kam.

Die Völkermord-Gedenkstätte in Kigali
Die Völkermord-Gedenkstätte in Kigali

Kigali

Ein düsteres Kapitel der Geschichte

Die Bevölkerung Ruandas besteht aus einer überwiegenden Mehrheit von Hutus (90 Prozent) und einer kleinen Minderheit von Tutsis (9 Prozent). Traditionell hatten die Tutsis die Vorherrschaft: Im 15. Jh. stand Ruanda unter der Herrschaft eines Tutsi-Königs, und die armen Hutus wurden unterdrückt. Unter der belgischen Kolonialherrschaft verschärften sich die Unterschiede zwischen den beiden Bevölkerungsgruppen weiter.


Nachdem das Land im Jahre 1962 seine Unabhängigkeit erlangt hatte, rebellierte die Hutu-Mehrheit und vertrieb die Tutsi-Elite aus den Positionen der Macht. Während die Hutus noch an der Macht waren, geriet die Lage an den Rande der Explosion, und die Vereinten Nationen entsandten eine Friedenstruppe in das Gebiet. Am 6. April 1994 wurde das Flugzeug des Hutu-Präsidenten Juvenal Habyarimana in der Nähe des Flughafens abgeschossen, wodurch eine ohnehin schon äußerst angespannte Lage dann schließlich in den vollen Ausbruch der Gewalt mündete: Tutsis und Hutus wurden auf brutalste Weise mit Buschmessern ermordet und in Massengräbern „entsorgt“. Aufgrund eines mit Fehlern behafteten Mandats, doch insbesondere aufgrund des Desinteresses der Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen angesichts des Massakers schritten die Friedenstruppen nicht zur Intervention, was in die verheerenden Folgen mündete.

“Bereits im 15. Jh. wurde Ruanda von einem Tutsi-König beherrscht und die Hutus wurden unterdrückt.”

Drei Ausstellungen bieten einen Einblick

Zurück zu ‚Hotel Ruanda‘

Die Ausstellung bietet Einblicke in das Vorfeld, in die Ereignisse während des Völkermordes sowie die Folgen dieses düsteren Kapitals in der Geschichte Ruandas. Wer sich dafür interessiert, kann weitere Orte von historischer Bedeutung besuchen, wie zum Beispiel das Hôtel des Mille Collines, das heute von der Kempinski-Luxushotelkette betrieben wird; damals diente es als Aufnahmelager für Tutsi-Flüchtlinge, so wie es aus dem Film ‚Hotel Ruanda‘ bekannt ist. Der ehemalige Regierungspalast ist heute ein Museum, in dessen Garten das Wrack des Flugzeugs des Präsidenten zu sehen ist. Das Nationaldenkmal an den Völkermord und ein weiteres Denkmal bzw. eine Gedenkstätte liegen etwa 30 Kilometer außerhalb der Hauptstadt Kigali, in Nyamata.

Fotodanksagungen

  • Drei Ausstellungen bieten einen Einblick: Flickr: lucianf