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Stadtteilkneipen mit einer Geschichte

In der Periode der Apartheid waren die meisten Kneipen für die farbige Bevölkerung nicht zugänglich. So entstanden in den Townships illegale Kneipen, in denen man sich traf, um zu trinken, zu diskutieren und Musik zu hören. Heute, im neuen Südafrika, sind diese Shebeens zu beliebten Zielen für den nächtlichen Ausgang geworden, denn hier kann man sein Getränk in einer informellen Atmosphäre unter den Einheimischen genießen.

Das Wort Shebeen stammt von dem irischen Wort síbín, das bedeutet „illegaler Whisky“. Während des Apartheid-Regimes hatten die Shebeens keine Spirituosenlizenz. Der Alkohol wurde traditionell im eigenen Hause, meist von Frauen, den sogenannten Shebeen Queens, gebrannt oder gebraut. Doch in diesen Kneipen traf man sich nicht nur zum Trinken; sie waren einst auch Treffpunkte für schwarze Politiker, Aktivisten und Anwälte, denn hier konnten sie frei über soziale und politische Themen diskutieren, womit sie eine unerlässliche Rolle im Kampf gegen die Apartheid spielten.

Eine an jeder Straßenecke

Heutzutage verfügen die Shebeens über eine Spirituosenlizenz und sind zu einladenden Stadtteilkneipen mit einer behaglichen Atmosphäre geworden. Ihre Gäste erzählen Ihnen gerne alles über das Kommen und Gehen in ihrem Viertel, während Sie entweder ein normales Bier oder ein umqombothi, ein traditionelles afrikanisches Maisbier, probieren können. Meist gibt es auch Live-Musik, vom Jazz und Reggae bis hin zu DJs, die den kwaito, die südafrikanische Version von House Music, spielen. Die meisten Shebeens servieren einfache traditionelle (und bisweilen sehr feurig gewürzte!) Gerichte.

Die Shebeens sind an fast jeder Straßenecke in den Townships anzutreffen. Einige sind kaum mehr als 4 Wände mit einem Wellblechdach, während andere, wie zum Beispiel Wandie’s Place im Dube District von Soweto, heute zu beliebten Trend-Lokalen geworden sind. In den 80er Jahren musste ihr Inhaber Wandile Ndala seine Gäste aus Angst davor, dass man sein illegales Geschäft ausfindig machen würde, mehr als sorgfältig auswählen. Heute weiß jeder, wo er zu finden ist, und er hatte sogar bereits einige illustre Gäste, wie Richard Branson, Will Smith und Chris Rock.

Andere Shebeens haben sich im Laufe der Jahre nicht verändert, so zum Beispiel Robby’s Place in Pimville, wo die „bigwigs“ des ANC im Jahre 1955 die Freiheitscharta unterzeichneten. Diese Shebeen ist auch heute noch dieselbe bescheidene, informelle Stadtteilkneipe wie einst, in der man gerne ein Bier trinkt. Andere beliebte Shebeens sind Tysons (ebenfalls in Pimville), Vardos (Mapetla), The Rock (Rockville) und Boyce (Diepkloof).

Eine Trend-Kneipe in Greenside

Auch wenn Mamma’s (in Greenside) erst seit 2003 besteht und auf keine berühmte Vergangenheit zurückblickt, so ist diese Kneipe dennoch eine der beliebtesten Shebeens von Johannesburg. Ihr farbenfrohes Inneres passt zu den Townships: Das Zebra-Motiv an den Wänden sorgt für ein warmes afrikanisches Ambiente, es herrscht eine lockere und entspannte Stimmung, und die Kneipe bietet ein sehr reichhaltiges Angebot an Cocktails. Nachts steigt hier die Party, wenn der DJ die Stimmung mit Musik anheizt! An Sonntagnachmittagen wird auch Live-Musik geboten: ein perfektes Ambiente für ein paar entspannende Drinks am Nachmittag!