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Zuckerrohrplantagen am Suriname-Fluss

Dank des englischen Bestseller-Romans mit dem Titel ‚The Cost of Sugar?‘ der Autorin Cynthia McLeod ist die Kolonialgeschichte Surinames weltweit berühmt geworden. Mehrere Jahrhunderte lang wurden Hunderttausende von Sklaven auf den vielen Zuckerrohrplantagen im Commewijne-Bezirk und am Suriname-Fluss eingesetzt. Verschiedene lokale Reiseveranstalter organisieren Tagesexkursionen zu den historischen Stätten der einstigen Zuckerrohrplantagen.

Rust & Werk (Ruhe & Arbeit), Goede Vrede (Guter Frieden), Concordia: Viele der einstigen Plantagen in Suriname aus dem 17. und 18. Jh. haben romantische Namen, hinter denen sich aber eine Welt des Leidens und der Unterdrückung verbarg. Zur Blütezeit des Sklavenhandels gab es über 500 Sklavenplantagen in der holländischen Kolonie. Anfänglich wurde nur Zuckerrohr angebaut, später kamen auch Tee und Kakao hinzu. Das Museum des Fort Zeelandia bietet einen Einblick in diese düstere Zeit. Noch beeindruckender ist ein Besuch mehrerer ehemaliger Plantagen im Commewijne-Bezirk.

Das Commewijne-Viertel
Das Commewijne-Viertel

Paramaribo

Concordia-Plantage

Eine der Plantagen, auf der geführte Boots- oder Radtouren willkommen sind, ist die ehemalige Zuckerrohrplantage Concordia. Das Gelände ist größtenteils überwachsen und strömt eine geheimnisvolle Atmosphäre aus. Doch unter den Weinstöcken und Dschungelpflanzen sind heute noch die Überreste einer Wassermühle und der ehemaligen Zuckerfabrik aus dem 19. Jh. zu erkennen. Die meisten Tourenführer erzählen faszinierende Geschichten über die schwere und gefährliche Arbeit der Zuckerrohrernte. Ebenso gefährlich war die Arbeit in der Zuckerfabrik, in der sich viele schwere Unfälle durch den Dampf oder heißen Sirup ereigneten. Die ältesten Plantagen der Kolonie befanden sich in dem Gebiet um den Oberen Commewijne-Fluss.

Ein Taxiboot auf dem Commewijne-Fluss

Industrielles Erbe in Mariënburg

Mariënburg geht auf die Gründung durch eine holländische Plantagenbetreiberin im Jahre 1745 zurück. Anfänglich baute sie Zuckerrohr an, und dann später auch Tee. Als die Plantage im 19. Jh. in die Krise geriet, wurde sie von der Niederländischen Handelsgesellschaft übernommen. Im Jahre 1882 wurde von der Handelsgesellschaft eine zentrale Zuckerfabrik auf dieser Plantage eröffnet, die bis in die 60er Jahre Rohzucker in großen Mengen produzierte. Über eine 60 km lange Eisenbahnstrecke wurde das Zuckerrohr von den umliegenden Zuckerrohrplantagen antransportiert. Heute können Besucher die noch sichtbaren Überreste der verrosteten Gleise und Fabrikbauten sowie einen alten Dampfzug bewundern, der mitten im Dschungel der Vegetation vor sich hin rostet. Viele der Arbeiter aus Java und Hindustan, die bis zum Ende des letzten Jahrhunderts in der Fabrik angestellt waren, wohnen noch auf dem Gelände. Mehrere ältere ehemalige Angestellte bieten Führungen an und lassen die alte Zeit wiederaufleben, indem sie alte Schwarzweißfotos zeigen und persönliche Anekdoten (auf Niederländisch und Englisch) erzählen.

Die alte Zuckerfabrik von Mariënburg

Das Surinaamsch Rumhuis

Der meiste Zucker, der auf den Plantagen der Kolonialzeit produziert wurde, wurde nach Europa exportiert. Ein kleiner Teil davon jedoch wurde heimischen Brennereien zugeführt, wo er zu Rum verarbeitet wurde. Die SAB-Gesellschaft, die in Paramaribo für ihren Borgoe 82 (braunen Rum) und den Black Cat (weißen Rum) bekannt ist, ist die letzte Rumbrennerei in Suriname, die heute noch in Betrieb ist. Auf dem Fabrikgelände finden Sie das

Surinaamsch Rumhuis

, ein kleines Museum, in dem Führungen angeboten werden. Nach einer Erklärung der Geschichte und des Produktionsprozesses können die Besucher Kostproben verschiedener Rumsorten nehmen. Und dann ist es auch Zeit, bei einem köstlichen Rum-Cocktail die herrliche Aussicht auf den Suriname-Fluss zu genießen!

“Trinken Sie einen Rum-Cocktail, während Sie die Aussicht auf den Suriname-Fluss genießen”

Fotodanksagungen

  • Ein Taxiboot auf dem Commewijne-Fluss: David Stanley, Flickr
  • Die alte Zuckerfabrik von Mariënburg: David Stanley, Flickr