KLM uses cookies.

KLM’s websites use cookies and similar technologies. KLM uses functional cookies to ensure that the websites operate properly and analytic cookies to make your user experience optimal. Third parties place marketing and other cookies on the websites to display personalised advertisements for you. These third parties may monitor your internet behaviour through these cookies. By clicking ‘agree’ next to this or by continuing to use this website, you thereby give consent for the placement of these cookies. If you would like to know more about cookies or adjusting your cookie settings, please read KLM’s cookie policy.

Vermutlich ist Ihr Browser nicht aktuell.
Um alle Funktionen auf KLM.com zuverlässig anwenden zu können, empfehlen wir Ihnen, ein Update Ihres Browsers durchzuführen oder einen anderen Browser zu verwenden. Sollten Sie Ihren Browser weiterhin verwenden, können einige Teile dieser Website nicht richtig bzw. überhaupt nicht dargestellt werden. Außerdem sind Ihre persönlichen Daten mit einem aktuellen Browser besser geschützt.

 

Das bunte Hundertwasserhaus

Das Hundertwasserhaus ist mit seinen Wänden in verschiedenen Farben, unregelmäßigen Linien und einer Kaskade von Pflanzen ein sehr markanter Bau. Dieses Gebäude, das im Jahr 1983 von dem Künstler Friedensreich Hundertwasser entworfen wurde, gilt heute als eines der architektonischen Meisterwerke in ganz Österreich und ist auch eines der beliebtesten Fotomotive. Dennoch hatte es, als es im Jahr 1985 vollendet wurde, zu einer heftigen Kontroverse geführt.

Friedensreich Hundertwasser (1928-2000) vertrat die Philosophie, dass die Architektur mehr im Einklang mit Mensch und Umwelt stehen sollte. Daher sollten unnatürliche gerade Linien vermieden werden und eher willkürliche Formen und leuchtend bunte Farben verwendet werden. Als der Wiener Bürgermeister ihn mit dem Entwurf einer Wohnanlage beauftragt hatte, setzte er genau diese Philosophie um. Da Hundertwasser aber in erster Linie ein Künstler war, bat er den Architekten Josef Krawina um Beistand. Dieser hing jedoch zu sehr an geradlinigen, ordentlichen Mustern, und so wandte Hundertwasser sich schließlich an den Architekten Peter Pelikan.

Das Hundertwasserhaus in Wien
Das Hundertwasserhaus in Wien

Wien

Aus dem Fenster wachsende Bäume

Da Hundertwasserhaus wurde in zwei Jahren fertiggestellt. Die Wohnanlage besteht aus 52 Wohnungen, 19 Terrassen und 250 Bäumen und Büschen, die auf dem Dach wachsen; einige wachsen sogar aus den Fenstern einiger Zimmer. Die Vegetation verleiht dem Gebäude eine wahre Lebendigkeit. Dies ist im Übrigen eines der nobelsten Prinzipien des Hundertwasserhauses: Der Architekt wollte, dass jeder Baum oder Busch, der während der Bauarbeiten für das Gebäude weichen musste, auf der Dachterrasse oder am Gebäude selbst ersetzt werden sollte. Jede Wohnung ist einmalig: eine Kombination von welligen Wänden, zum Teil sogar welligen Fußböden und Fassaden in leuchtend bunten Farben. Die Bewohner dieser berühmten Wohnungen haben die Freiheit, ihre Fensterbänke ganz nach ihrer Façon zu gestalten. Und dies war ein weiteres Merkmal für die Architektur von Hundertwasser, der ein starker Befürworter der persönlichen Einflussnahme der Bewohner auf die Architektur war. Heute wird das Gebäude für sein einzigartiges Design hochgepriesen, obwohl es bei seiner Fertigstellung zunächst einmal zu heftigen Kontroversen geführt hatte. Einige Kritiker haben das Gebäude sogar als ‚Kitsch‘ bezeichnet.

+ Mehr darüber lesen

Bäume auf dem Dach
Das Kraftwerk in Spittelau

Der vielseitige Künstler Hundertwasser

Friedensreich Hundertwasser war am 15. Dezember 1928 in Wien geboren. Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte er drei Monate an der Wiener Kunstakademie studiert, wo er sich an Künstlern wie Egon Schiele und Gustav Klimt inspiriert hatte. In den 50er und 60er Jahren hatte Hundertwasser ein Ansehen als vielseitiger Künstler und Architekturtheoretiker. Er kämpfte gegen den Rationalismus in der Architektur und befürwortete einen humaneren Ansatz. Außer dem Hundertwasserhaus in Wien ist ihm auch der Entwurf des Kraftwerks im Wiener Stadtteil Spittelau zu verdanken.

Die bunte Fassade des Hundertwasserhauses

Das Museum Hundertwasser

Zwar ist das Hundertwasserhaus aus Rücksicht auf die Bewohner nur von außen zu bewundern, doch nur einige hundert Meter weiter befindet sich das Kunst Haus Wien, das eine Dauerausstellung über die Wohnanlage zeigt. Auch das Kunst Haus, das ebenfalls nur wenige gerade Linien aufweist, wurde nach den Plänen von Hundertwasser verwirklicht. Seine Fassade ist dem Hundertwasserhaus auch sehr ähnlich, wenngleich sie mit viel schwarz und weiß weniger farbenfroh ist. Zwei der vier Etagen des Museums sind dem Hundertwasserhaus gewidmet. Die anderen beiden Etagen beherbergen Wechselausstellungen über andere Künstler.

Fotodanksagungen

  • Bäume auf dem Dach: Adisa, Shutterstock
  • Die bunte Fassade des Hundertwasserhauses: Shchipkova Elena, Shutterstock