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Die goldene Brücke von Florenz

Als Treibholz weggetrieben, als steinerne Brücke wiederaufgebaut, von einer Sturmflut zerstört und von Hitler verschont: Die mittelalterliche Ponte Vecchio blickt auf eine turbulente Geschichte zurück. Im Mittelalter herrschte solch ein akuter Platzmangel, dass Häuser und Geschäfte auf der Brücke erbaut wurden, die die Jahrhunderte überdauert haben. Und der Geheimgang aus dem Roman „Inferno“ von Dan Brown existiert wirklich...

Vor etwa 1.000 Jahren, in der Zeit des Römischen Reiches, wurde an der schmalsten Stelle des Arno in Florenz eine Holzbrücke erbaut. Durch Hochwasser zerstört, wurde sie zweimal wiederaufgebaut, und schließlich hatte man sich zum Bau einer steinernen Brücke entschlossen. Die Ponte Vecchio, so wie sie heute steht, stammt aus dem Jahre 1345. So ist sie heute die älteste Segmentbogenbrücke der Welt.

Die mittelalterliche Ponte Vecchio in Florenz
Die mittelalterliche Ponte Vecchio in Florenz

Florenz

Der Geheimgang der Medici

Für die Bankiersfamilie der Medici, die drei Jahrhunderte lang die Herrschaft des Stadtstaates Florenz ausübte, war die Ponte Vecchio eine wichtige Verbindung zwischen ihrem Wohn- und Dienstpalast, die durch den Arno getrennt waren. Das einzige Problem war das Gesindel, das auf der Brücke hauste. So hatte Cosimo der Große den Architekten Giorgio Vasari mit dem Bau einer über dem Boden erhöhten Passage mit einer Länge von einem Kilometer beauftragt. Der Corridoio Vasariano verlief über die Brücke, schnurgerade durch die Uffizien und entlang der Boboli-Gärten. Um sie über der Ponte Vecchio zu konstruieren, mussten die letzten verbleibenden Verteidigungstürme auf der Südseite weichen, doch die Familie, die dort lebte, widersetzte sich, und so wurde der Durchgang letztlich um sie herum gebaut. 


So konnten die Medici schön trocken vom Palazzo Vecchio zum Palazzo Pitti laufen, ohne sich unter das gemeine Volk mischen zu müssen, obwohl der Gestank von verrottendem Fleisch immer noch durch die kleinen Fenster drang. Daher hatte man beschlossen, die Schlachter und Gerber von der Brücke zu verbannen, und die Läden konnten von da an nur noch von Goldschmieden und Juwelieren genutzt werden. Übrigens besagt die Tradition auch, dass das Wort ‚bankrott‘ wohl von der Miete dieser Läden kommen soll: Denn wenn ein Ladeninhaber nicht in der Lage war, seine Miete zu bezahlen, war seine Bank (‚banca‘) am Ende (‚rotto’).

“Über den Corridoio Vasariano konnten die Medici von einem Palast zum anderen laufen, ohne sich unter das gemeine Volk mischen zu müssen.”

Der Geheimgang der Familie Medici

Soweit wollte Hitler doch nicht gehen...

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs hatten die Nazis sich nach Italien zurückgezogen. Die wichtigsten Kreuzungen von Florenz wurden verbarrikadiert, nur mit Ausnahme der Ponte Vecchio. Das soll Adolf Hitler selbst angeordnet haben, so sehr habe er die Brücke bei einem früheren Besuch von Florenz bewundert! Mussolini hatte die Fenster des Corridoio Vasariano eigens für seine Ankunft vergrößern lassen, sodass sein guter Freund Hitler die schönen Ausblicke auf den Fluss genießen konnte. Nachdem alle anderen Brücken über den Arno gesprengt worden waren, wollte selbst Hitler nicht so weit gehen, dieses jahrhundertealte Baudenkmal zu zerstören!

Die Ponte Vecchio, bei Nacht erleuchtet

Fotodanksagungen

  • Der Geheimgang der Familie Medici: Mathrong, Flickr