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Das Solidaritäts-Museum

Danzig ist eine Stadt, die tief in die europäische Geschichte eingebettet ist. In Danzig fielen die ersten Schüsse des Zweiten Weltkriegs und in Danzig führte Gewerkschaftsführer Lech Walesa im Kampf für bessere Menschenrechte im kommunistischen Polen 1980 den großen Streik auf der Lenin-Werft an. Rückblickend wird dieser erste großangelegte soziale Widerstand in einem Ostblockland als Beginn des Zerfalls der Sowjetunion gesehen.

1970 wurde ein Streik im Danziger Hafen von der polnischen Regierung noch blutig niedergeschlagen. Doch 1980 gelang es der illegalen Gewerkschaft Solidarność von Walesa, 17.000 Arbeiter zu mobilisieren. Ein mutiger Freiheitskampf, den Danzig im Europäischen Zentrum der Solidarność (ECS) ehrt. Eingerichtet wurde dieses Zentrum 2014 im Solidaritäts-Museum, einem modernen und preisgekrönten Museum mit ausgesprochen visuellen Exponaten. Auch die Architektur des Gebäudes springt ins Auge: große rostige Stahlplatten verweisen auf die Arbeit im Hafen.

Europäisches Zentrum der Solidarność (ECS)
Europäisches Zentrum der Solidarność (ECS)

Danzig

Wege in die Freiheit, eindrucksvolle Ausstellung

Das Europäische Zentrum der Solidarność liegt nördlich der Danziger Altstadt, am Rande der ehemaligen Lenin-Werft. Museumsbesucher treten durch das berühmte Tor 2 ein, das bei den Streiks eine zentrale Rolle gespielt hatte, weil sich die Hafenarbeiter täglich vor diesem Eingang versammelten. Im Museum erzählt die Dauerausstellung Wege in die Freiheit anhand von Tausenden von Fotos, Filmen und Gegenständen über den von Solidarność geführten Kampf. Darunter Holztafeln, auf denen die Streikenden ihre 21 Forderungen handschriftlich zum Ausdruck gebracht hatten. Die Tafeln sind mittlerweile als UNESCO-Welterbe gelistet. Lech Walesa und seine Mitstreiter forderten unter anderem Meinungsfreiheit und ihr Recht auf Streik ein. Und sie verlangten bessere Lebensbedingungen.


Beeindruckend ist auch der Bus der Bereitschaftspolizei, der an den Belagerungszustand erinnert; er wurde erst drei Jahre nach dem Streik aufgehoben. Oder der nachgebaute Supermarkt mit fast leeren Regalen, der zeigt, wie hart das Leben im kommunistischen Polen war. Im Außenbereich des Museums steht ein Teil der Berliner Mauer, ein Panzer und die Mauer, über die Walesa kletterte, um an dem Streik teilzunehmen.


Das Solidaritäts-Museum ist auf sehr moderne und interaktive Art und Weise gestaltet. Die englischen Beschreibungen und die Audio-Touren in mehreren Sprachen erläutern auf höchst interessante Weise die historischen Ereignisse und den letztendlichen Sieg von Solidarność. Am Ende der Ausstellung können die Besucher auf einem großen Kunstwerk, auf dem „Solidarność“ geschrieben steht, eine Nachricht hinterlassen. Das Museum hat auch ein Café, ein Restaurant und einen Museumsladen. Einen Großteil des Jahres ist die Aussichtsplattform auf dem Dach geöffnet; von dort aus hat man einen guten Blick auf die ehemalige Lenin-Werft.

Ansprechende & eindrucksvolle historische Sammlung
Das Solidaritäts-Monument

Im Gedenken an die Opfer

Vor dem Museum steht das 42 m hohe Solidaritäts-Monument: drei hohe Betonkreuze, an denen Schiffsanker befestigt sind. Damit wird der 42 Hafenarbeiter gedacht, die während des Streiks von 1970 erschossen wurden. Die polnische Regierung versprach die Aufstellung dieses Denkmals bei den Verhandlungen zum Danziger Abkommen, das am 31. August 1980 zwischen der Regierungsdelegation und Solidarność geschlossen wurde. 1990, nur zehn Jahre später, wurde Lech Walesa bei den ersten demokratischen Wahlen in Polen zum Präsidenten gewählt.