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Der Sound von Chicago: House

House, Techno, Trance, Hardcore, Acid und jedes Untergenre, das unter den neuen amerikanischen Oberbegriff ‚EDM‘ für ‚Electronic Dance Musik‘ (elektronische Tanzmusik) fällt, sind einem legendären DJ und einer Diskothek zu verdanken, nämlich Frankie Knuckles und The Warehouse. Chicago ist die Stadt, wo der Disco-Stil begraben und der House geboren wurde, und auch heute noch herrscht hier ein ekstatisches Nachtleben.

Wir schreiben das Jahr 1977. An den Plattentellern der Diskothek ‚The Warehouse‘ steht Frankie Knuckles, der später als ‚Godfather of House Music‘ (‚Pate des House‘) in die Musikgeschichte eingehen sollte. Es herrschte ein Ansturm auf das Saturday Night Fever, und in den Charts gaben die Bee Gees, Tavares und Donna Summer den Ton an. Die Disco-Musik war der Stil, der voll im Trend lag, auch in ‚The House‘, wie der Club von seiner regelmäßigen Kundschaft genannt wurde. Donna Summer wurde hier kaum gespielt; die DJs legten meist die ‚Funky Soul‘- und Disco-Alben von Cheryl Lynn, Positive Force und First Choice auf.

Frankie Knuckles, der ‚Pate des House‘
Frankie Knuckles, der ‚Pate des House‘

Chicago

„Goodbye disco – Hello house!“

Im Sommer 1979 wurde dem Genre mit der ‚Disco Demolition Night‘ ein abruptes Ende gesetzt. In einem vollgepackten Baseball-Stadion in Chicago wurde ein Container voller Disco-Alben in die Luft gejagt, wobei die Scharen in Sprechchören ‚Death to Disco‘ und ‚Disco sucks‘ grölten. Nach ein paar Jahren des wahren Disco-Fiebers machten die Massen damit Schluss. Sie waren einer neuen Musik aufgeschlossen, doch es gab nichts, um die Disco-Musik zu ersetzen. So Begann Frankie Knuckles, zu experimentieren, indem der Disco-Klassiker mit europäischer elektronischer ‚new wave‘ mischte; mit Synthesizern und Schlagzeug-Computern fügte er weitere Lagen hinzu. Diese Neuauflagen wurden auf Vinyl gepresst, und unter der Bezeichnung ‚Music from The House‘ oder ‚House Music‘ gingen sie in den Plattenläden vor Ort wie warme Semmeln weg! Damit war der House geboren und entwickelte sich zu einem neuen Musikstil, der die Musikwelt schnell eroberte.


Der Inhaber von ‚The Warehouse‘ roch das Geld und verdoppelte die Eintrittspreise. Knuckles war empört und verließ den Club. Er eröffnete seinen eigenen Club: The Power Plant. Zusammen mit dem Sänger Jamie Principle produzierte er Hits mit Titeln wie Your Love und Baby Wants to Ride. Weitere Produzenten folgten Knuckles‘ Führung, und im Jahr 1986 gelang Farley ‚Jackmaster‘ Funk sein Durchbruch mit seinem ersten echten weltweiten Hit Love Can‘t Turn Around. In demselben Jahr ging das House-Fieber in Chicago ebenso schnell zu Ende wie es gekommen war. Knuckles schloss das Power Plant und zog in seine Heimatstadt New York zurück, die sich in der Folge rasch zur neuen House-Metropole der Welt entwickelte.

Die Legende von Knuckles lebt fort
Gramaphone records

Zurück zu ‚The Warehouse‘

Also, wo können Sie die Hits aus jenen Tagen hören und die Atmosphäre dieser glorreichen Zeit ganz in sich aufnehmen? Die folgenden drei Veranstaltungen werden den Besucher in die Tage des Chicago-House zurückversetzen. Diesen Sommer können Sie auch die Ausstellung ‚Move Your Body: The Evolution of House Music‘ (‚Bewegen Sie Ihren Körper: Die Entwicklung des House‘) besuchen - siehe nachfolgenden Veranstaltungskalender. Nichts ist jedoch so flüchtig wie das Nachtleben in Chicago; Sie finden die neuesten Ankündigungen im Schallplattenladen ‚Gramaphone Records‘.

„Queen!“

Das Smart Bar begann einst als ein Schwulen-Club, doch heute ist jedermann willkommen. „Queen!“ ist die wöchentliche Club-Nacht, die jeden Sonntag von dem legendären House-Musiker Derrick Carter veranstaltet wird, der Künstler, wie The Human League, Modjo und Röyksopp neu gemischt hat. Das Time Out-Magazin für Chicago nennt ihn ‚die größte House-Institution in der ganzen Stadt‘.

„Wired Fridays“

Zweimal im Monat verwandelt wich das spektakuläre Foyer des Kulturzentrums von Chicago (Chicago Cultural Center) in eine Diskothek. Dann spielen House-Helden, wie Roy Davis Jr., Michael Serafini und Garrett David ihre liebsten Klassiker für ein gemischtes Publikum. Gehen Sie tagsüber zur Mittagszeit tanzen! Der Eintritt ist frei.

Die Decke des Chicago Cultural Center

„Hot Mix Lunch“

Chosen Few DJs hat seine Ursprünge in der House-Szene des Chicago der 80er Jahre. Jedes Jahr im Sommer veranstaltet die DJ-Gruppe ‚The Chosen Few‘ das ‚Picnic Weekend‘, ein viertägiges House-Festival mit 40.000 Besuchern sowie einer kostenlosen Serie von monatlichen Mittags-Tanzpartys im Freien.

Finden Sie sich in der Szene des Nachtlebens von Chicago zurecht

Die glorreichen Tage des House in Chicago sind lange vorbei. Dank des damaligen Senators Barack Obama wurde der 25. August 2004 zum ‚Frankie Knuckles Day‘ ernannt, und die Straße, in der einst ‚The Warehouse‘ stand, wurde in den ‚Frankie Knuckles Way‘ umbenannt. Knuckles starb im Jahr 2014, und in der einstigen legendären Diskothek ist heute eine Werbeagentur eingerichtet. Nur wenige Spuren erinnern heute noch an den ‚Pate des House‘ und die Entstehung einer der erfolgreichsten Strömungen in der Musikgeschichte.


Im Laufe der Zeit hat der House eine breite Vielfalt an Genres und Untergenres, wie Techno, Trance, Acid, Hardcore, Deep House und Dubstep entwickelt, die alle unter den amerikanischen Oberbegriff EDM (‚Electronic Dance Music‘) fallen. Der ursprüngliche House aus den 80er Jahren ist jetzt als ‚Chicago House‘ bekannt, der heute in ganz Europa ein Comeback erfährt. Namhafte House-Musiker aus jener Zeit, wie Lil’ Louis, Roy Davis Jr. oder der DJ Sneak werden in ihrem eigenen Chicago nur selten für Auftritte gebucht; so sind sie hingegen in Clubs, bei Festival und Partys in London, Paris, Berlin, Barcelona und auf Ibiza sehr gefragt.


Chicago verliert keine Zeit, zurückzublicken; es hat seinen Blick entschieden auf die Zukunft gerichtet. Die Stadt ist nach wie vor für ihr lebendiges Nachtleben bekannt - eine Szene, in der aufstrebende Talente willkommen sind. Doch Sie müssen sich zurechtfinden können. ‚The Windy City‘ hat einen weiteren Beinamen, und zwar ‚The City of Neighborhoods‘, mit Dutzenden von Stadtvierteln, die alle ihre eigenen nächtlichen Veranstaltungsorte haben. Der Chicago River teilt die Stadt in zwei: Die Nordseite ist das Gebiet der exklusiven Mega-Clubs mit strengen Eintrittsregeln, endlosen Schlangen draußen und VIP-Bereichen mit astronomisch teurem Getränke-Service. Kleinere, progressivere und weniger exklusive Clubs sind auf der Südseite zu finden.

Wo es alles begann

Am ‚West Loop‘, wo ‚The Warehouse‘ einst stand, befindet sich heute ‚The Mid‘ einer der berühmtesten Trend-Clubs von Chicago. Führende EDM-Musiker, wie Tiësto, Avicii und Martin Garrix sind - neben den gelegentlichen ‚old school DJs‘ wie Derrick Carter oder Farley ‚Jackmaster‘ Funk - auf Postern zu sehen. Im Stadtteil River North finden Sie die SpyBar, eine kuriose Mischung zwischen einer eleganten Lounge und einem dunstigen Club mit zeitgenössischem Electro-House von Digitalism oder Crookers. Eine neue Bereicherung ist das ‚Primary‘ im Stadtteil Gold Coast, wo hauptsächlich heimische DJs, aufstrebende Talente, den Raum mit House, Electro und Indie-Dance über das beeindruckende Soundsystem erfüllen.

Fotodanksagungen

  • Die Legende von Knuckles lebt fort: Flickr: Brad Perkins
  • Gramaphone records: Flickr: Ukrainiansensation
  • Die Decke des Chicago Cultural Center: Flickr: Viewminder