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Westlicher Stil im Glover Garden

Nagasaki ist reich an westlichen Einflüssen, doch eines der schönsten Beispiele ist der Glover Garden. Dieser Garten mit seinen zahlreichen englischen Kaufmannshäusern liegt auf einem Hügel mit beeindruckenden Aussichten auf die Stadt Nagasaki. Der Garten ist nach dem schottischen Kaufmann Thomas Glover benannt, der sich im Jahre 1859 in Nagasaki ansiedelte.

Glover kam nach Nagasaki, um den neu eröffneten britischen Handelskontor hier zu führen, doch kurze Zeit später gründete er auch sein eigenes Unternehmen, die Glover & Co. Darüber hinaus war er auch an der Gründung weiterer Unternehmen beteiligt, die später die Grundlagen für den großen multinationalen Mitsubishi-Konzern und die Brauereigesellschaft Kirin bilden sollten. Im Jahre 1863 ließ er auf dem Minami-Yamate-Hügel mit seiner weitschweifenden Aussicht auf die weite Bucht von Nagasaki das Glover House erbauen.

Kolonialgebäude im Glover Garden
Kolonialgebäude im Glover Garden

Nagasaki

Der grüne Glover Garden

Das Ende der Sakoku-Zeit

Im Jahre 1858 erlebte Japan eine wahre europäische Invasion. Dieses Jahr bedeutete das Ende der Sakoku-Zeit – der Periode, während der Japan seine Grenzen hermetisch gegen die westliche Welt abgeschottet hatte, mit dem Ziel, den internationalen Handel und das vielgefürchtete Christentum abzuwenden. Über 200 Jahre lang hatte sich Japan vor der restlichen Welt abgegrenzt. Die einzige Hintertür war Nagasaki gewesen, wo es den Portugiesen und den Holländern erlaubt war, auf der vorgelagerten Halbinsel Dejima Handel zu treiben. Als die Sakoku-Periode im Jahre 1858 endete, bezeichnete die Stadt Nagasaki mehrere Standorte, an denen fremde Siedler sich niederlassen durften, so unter anderem den Minami-Yamate-Hügel, auf dem Thomas Glover sein Haus erbauen ließ.

Ein westliches Haus mit einem japanischen Dach

Heute ist das Haus von Thomas Glover das älteste Holzhaus im westlichen Stil in ganz Japan; es zieht rund 2 Millionen Besucher jährlich an. Seine Architektur ist eine Mischung von westlichen und japanischen Stilelementen: Es hat Fenster im französischen Stil, Veranden im italienischen Stil und Schornsteine im englischen Stil. Das Dach jedoch ist typisch japanisch. Darüber hinaus können Sie im Glover Garden weitere Häuser europäischer Kaufmänner, wie das Ringer-Haus oder das Walker-Haus, bewundern. Gönnen Sie sich auch ruhig eine Pause im „Café der Freiheit“: Genießen Sie eine Tasse Kaffee, während Sie die Atmosphäre von Nagasaki wie im 19. Jh. ganz in sich aufnehmen.

Blick auf den Hafen vom Glover Garden aus
Die katholische Kirche von Oura

Eine Kirche für die Handelsleute

Der Minami-Yamate-Hügel bietet viele weitere westliche Schätze. Kombinieren Sie einen Besuch des Glover Gardens mit einem Besuch der katholischen Kirche von Oura, die sich auf halber Höhe auf dem Hügel befindet. Diese Kirche wurde im Jahre 1864 für die stetig wachsende Gemeinschaft der westlichen Handelsleute erbaut und ist die älteste Holzkirche Japans im gotischen Stil. Sie ist auch im Gedenken an die 26 Christen, die im Jahre 1597 auf dem Nishizaka-Hügel hingerichtet wurden, um an die Bewohner von Nagasaki eine klare Botschaft auszusenden, nämlich dass das Christentum hier nicht geduldet wird, als die „Kirche der 26 Märtyrer" bekannt.