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Das Kolosseum: Wahrzeichen Roms

Das römische Kolosseum ist das berühmteste und wohl auch beeindruckendste Gebäude Roms. Dieses riesige römische Amphitheater, von Kaiser Vespanian in Auftrag gegeben, wurde aus Beton, Torf und Ziegelsteinen gebaut und fasste mehr als 50.000 Zuschauer. Ein Heer von Sklaven aus dem Jüdisch-Römischen Krieg hatte insgesamt acht Jahre, von 72 bis 80 n. Chr., gearbeitet, um das 50 m hohe ‚il Colosseo‘ fertigzustellen!

Innerhalb des runden Baus des Kolosseums mit seinen schönen Bögen wurden Gladiatorenkämpfe oder Kämpfe mit wilden Tieren ausgetragen; den Zuschauern wurden auch Wagenrennen, Boxwettkämpfe und Turniere im Bogenschießen geboten. Bei den Theateraufführungen ging es meist recht blutig zu, da verurteilte Kriminelle die Rolle der Opfer spielten; sie konnten tatsächlich während der Vorstellung auf der Bühne getötet werden! Grausam oder nicht, das römische Volk würde sich erheben und für diese Art von Theateraufführung applaudieren!

Der Petersdom

Das Kolosseum als „Steinbruch“

Im 5. Jahrhundert n. Chr. war das römische Kolosseum, wie auch das restliche Rom, den feindlichen Angriffen der Barbaren ausgesetzt, und so wurde es allmählich baufällig. Der Name „Barbaren“ war die generelle römische Bezeichnung für alle nicht-römischen Völker. Das Kolosseum wurde im Laufe der Zeit weiter durch Plünderungen und Naturkatastrophen zerstört. Seine Tiefpunkt hatte es im Mittelalter erreicht, als das einst majestätische römische Amphitheater zu einem „Steinbruch“ verkam. Die Steine wurden vom Kolosseum abgetragen und an anderer Stelle als Baumaterialien verwendet; einige der Steiner wurden zum Bau des Petersdoms verwendet. Doch im Jahre 1749 setzte Papst Benedikt XIV. den Plünderungen schließlich ein Ende, denn er hatte, da es in seiner späteren Zeit den christlichen Märtyrern geweiht war, erkannt, dass es sich aufgrund dieses historischen Werts lohnte, das Kolosseum vor der Zerstörung zu retten.

Zuflucht unter dem Velarium

Nur wenigen ist es bekannt, dass das Kolosseum in den frühen Tagen mit einem enormen Segel, auch Velarium genannt, überdacht werden konnte. Dieses Zeltdach schützte die Zuschauer vor der starken Sonneneinstrahlung. Es war an großen Pfählen oben am Kolosseum befestigt und mit Seilen am Boden verankert. Um dieses Dach aufzuziehen, bedurfte es des Einsatzes von mehr als tausend Helfern, doch mit so vielen vereinten Kräften konnte die Aufgabe in kurzer Zeit bewerkstelligt werden; innerhalb von einer Viertelstunde war das Segel komplett aufgespannt!

In der Vergangenheit konnte das Kolosseum überdacht werden
Das Kolosseum bei Nacht

Eines der sieben Weltwunder!

Heute ist das Kolosseum eine der größten Attraktionen Roms. Es ist ein imposantes Bauwerk und auch sogar eines der sieben Weltwunder! Zwar finden heute keine Aufführungen oder Veranstaltungen mehr im Kolosseum statt, so ist es dennoch zur Besichtigung geöffnet. Unter der Arena kann man auch das verwinkelte Labyrinth von Gängen und Käfigen besichtigen, das einst für die Tiere und Gladiatoren genutzt wurde. Diese Käfige wurden aus der Tiefe nach oben gehievt, sodass die Tiere und Gladiatoren auf Bühnenniveau in die Arena eintreten konnten. Nachdem das Kolosseum viele Jahre sehr vernachlässigt worden war, wird es gegenwärtig einem kolossalen Restaurierungsprozess unterzogen, der noch mehrere Jahre bis zum Abschluss dauern wird.

Fotodanksagungen

  • In der Vergangenheit konnte das Kolosseum überdacht werden: Iakov Kalinin