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Der Panama-Kanal: ein Meisterwerk der Ingenieurbaukunst

Der Panama-Kanal wird oft als das achte Weltwunder bezeichnet! Und das ganz zu Recht, denn das Projekt war eines der größten und aufwendigsten Meisterwerke der Ingenieurbaukunst seit Menschengedenken. Seitdem brauchen die Schiffe nicht mehr den ganzen Kontinent zu umfahren, sondern können über die 77 km lange Wasserstraße quer durch Panama, vom Atlantik zum Pazifik, fahren und somit einen enormen Aufwand an Zeit und Geld einsparen.

Die Franzosen waren die Ersten, die im Jahre 1880 versucht hatten, mit dem Bau eines Kanals zu beginnen, doch sie mussten aufgeben. Denn während dieser Bauarbeiten waren über 20.000 Arbeiter an Krankheiten und Epidemien wie Gelbfieber und Malaria gestorben, und so war das Projekt vorerst gescheitert. Der Kanal wurde später, zwischen 1904 und 1914, von den Amerikanern vollendet, wobei sie sicherstellten, dass die neue Wasserstraße unter amerikanischer Kontrolle blieb. Das Eigentum an dem Kanal ging erst am 31. Dezember 1999 um 12.00 Uhr mittags (panamaische Ortszeit) offiziell an den Staat Panama über.

KLM - The Panama Canal
Der Panama-Kanal

Panama-Stadt

Schiffe an der Schleuse von Gatun

Funktionsweise des Panama-Kanals

Um durch den Kanal vom Atlantik zum Pazifik zu gelangen, müssen die Schiffe einen Höhenunterschied von 26 m überwinden. Die Schiffe durchlaufen drei Schleusen: die Schleusen von Miraflores, Pedro Miguel und Gatun. Durch ein ausgeklügeltes System werden die Schiffe unter Anwendung der Gravitätskraft gesenkt. Die gesamte Reise durch den Panama-Kanal beträgt rund 8 – 10 Std. Fahrtzeit, und der Kanal wird von mehr als 14.000 Schiffen jährlich befahren. Die Schiffe entrichten eine enorme Gebühr (von ca. 100.000 Euro) für die Durchfahrt, doch das ist dennoch weitaus weniger kostspielig als eine Umschiffung des gesamten Kontinents von Südamerika!

Ein herrlicher Blick von der Miraflores-Schleuse

Die Miraflores-Schleuse bietet die beste Aussicht auf den Kanal, auf die gigantischen Tanker und Kreuzfahrtschiffe. Die Schleuse befindet sich etwa eine halbe Stunde Fahrtzeit von Panama-Stadt entfernt. Es gibt ein Besucherzentrum mit einer Aussichtsplattform, ein Restaurant mit einer Terrasse und einen Souvenir-Laden. Daneben finden Sie auch einige Ausstellungsobjekte, Maßstabmodelle, Video-Vorführungen und interaktive Module, die die Funktionsweise der Schleusen und des Kanals erklären. Am anschaulichsten jedoch lernen Sie die Funktionsweise des Kanals kennen, wenn Sie auf ein Schiff warten und das Ganze ‚in natura‘ sehen: ein atemberaubendes Erlebnis!
Aussicht von der Miraflores-Schleuse

Interessante Fakten

Der Panama-Kanal ist nicht nur alleine aufgrund seiner Größe, sondern auch aufgrund seiner vielen ausgeklügelten Systeme eines der beeindruckendsten Meisterwerke der Ingenieurbaukunst. So wird der Kanal mit Süßwasser aufgefüllt, um das Salzwasser und die Flora und Fauna der zwei Ozeane zu trennen. Ein künstlicher See, der Gatun-See, dient als Becken, durch das Regenwasser und Wasser aus dem umliegenden Regenwald in den Kanal eingespeist wird. Spezielle Elektro-Lokomotiven zu beiden Seiten der Schleuse sorgen dafür, dass die Schiffe in der korrekten Position in die Schleuse einfahren und während der gesamten Fahrt in der rechten Lage bleiben.
Der Gatun-See

Fotodanksagungen

  • Aussicht von der Miraflores-Schleuse: Boris G, Flickr
  • Der Gatun-See: Jasperdo, Flickr