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Auf den Spuren von Nelson Mandela

Das Gefängnis auf Robben Island ist eines der bekanntesten Mahnmale der Apartheid. Weltberühmt wurde die Insel durch Nelson Mandela, der dort 18 Jahre lang gefangen gehalten wurde.

Robbeneiland Cape Town

Robben Island (Robbeneiland, dt. Robbeninsel) verdankt ihren Namen den vielen Robben, die die niederländischen Kolonisten dort beobachteten. Schon 1652 wurde die Insel von der VOC, der Niederländischen Ostindien-Kompanie, als Gefängnisinsel für aufmüpfige Matrosen genutzt. Da Robben Island von kaltem Wasser mit starker Strömung umgeben ist, war sie dafür der perfekte Ort. In den fast 400 Jahren, während derer die Insel als Strafkolonie genutzt wurde, gelang es nur drei Gefangenen, zu fliehen und das Festland lebendig zu erreichen.

Verbannt nach Robben Island

Robben Island war von 1836 bis 1931 eine Kolonie für Leprakranke und wurde dann während des Zweiten Weltkriegs als Militärbasis genutzt. 1959 errichtete das südafrikanische Apartheid-Regime hier ein Hochsicherheitsgefängnis. Nelson Mandela kam 1964 auf Robben Island an, nachdem er wegen Vorbereitungen für einen bewaffneten Kampf gegen die Regierung verurteilt worden war.

Während seiner Gefangenschaft musste Mandela oft im Kalksteinbruch der Insel arbeiten. Das gleißende und extrem blendende Sonnenlicht sowie der feine Staub im Steinbruch schädigten seine Augen dauerhaft. Der Steinbruch wurde von den Gefangenen auch für politische Diskussionen genutzt und um sich gegenseitig etwas beizubringen. Mandela wollte seine Mitgefangenen stimulieren, sich immerfort intellektuell zu entwickeln . So wurden im Steinbruch regelmäßig geheime Vorträge zu verschiedenen Themen organisiert. Deshalb wurde das Gefängnis von den Insassen auch als Robben Island University bezeichnet und später als Nelson Mandela University bekannt. 1982, nach 18 Jahren, wurde Mandela ins Pollsmoore-Gefängnis in Kapstadt verlegt.

Führungen von ehemaligen Gefangenen

Seit 1997 ist Robben Island ein Museum und für die Öffentlichkeit zugänglich. Viermal täglich fährt ein Schiff vom Nelson Mandela Gateway zur Insel. Nach ihrer Ankunft steigen die Besucher in einen Bus, der in einer Rundfahrt die interessantesten Punkte von Robben Island anfährt, während die Geschichte, die Bewohner und die Natur der Insel näher erläutert werden. Die eigentliche Attraktion ist natürlich der Zellenkomplex, wo ehemalige Häftlinge, von denen viele zeitgleich mit Mandela einsaßen, Führungen anbieten.

Weitere Informationen unter www.robben-island.org.za

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