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Der Panamakanal: Meisterwerk menschlicher Ingenieurskunst

In Panama-Stadt fahren unzählige alte amerikanische Schulbusse, die in den schrillsten Farben angemalt sind. Für kleines Geld transportieren Sie diese Diablos Rojos (Roten Teufel) zum Panamakanal. Als eines der größten, jemals durchgeführten Ingenieurprojekte wird der Kanal auch als das achte Weltwunder bezeichnet.

Weshalb ein Kanal?

Über eine Länge von rund 80 km verbindet der Panamakanal den Atlantik mit dem Pazifik. Es waren die Franzosen, die es 1880 zuerst gewagt hatten, mit dem Aushub dieses Kanals zu beginnen. Man hoffte, die Handelsschiffe bräuchten dank des Kanals nicht mehr um den ganzen Kontinent herumzufahren und es ließe sich so viel Zeit und Geld sparen. Doch nicht alles verlief planmäßig. Während der Bauarbeiten starben 22.000 Arbeiter an Krankheiten wie Gelbfieber und Malaria und die Arbeit kam zum Erliegen. 1914 vollendeten die Amerikaner schließlich den Bau und stellten zudem sicher, dass der Kanal in ihren Besitz kam. Erst im Jahr 2000 ging der Kanal offiziell in den Besitz des Landes Panama über.

So funktioniert der Panamakanal

Um vom Atlantik in den Pazifik zu gelangen, müssen die Schiffe im Panamakanal einen Höhenunterschied von 26 m überwinden. Auf ihrer Fahrt durch den Kanal tun sie das mithilfe von drei Schleusen: der Miraflores-, der Pedro-Miguel- und der Gatún-Schleuse. Ein ausgeklügeltes System sorgt dafür, dass die Schiffe einzig und allein durch die Schwerkraft abgesenkt werden. Insgesamt dauert die Fahrt durch den Panamakanal etwa acht Stunden. Jedes Jahr wird der Kanal von etwa 14.000 Schiffen genutzt, die für die Passage riesige Summen an Mautgebühren zahlen müssen (im Schnitt 100.000 Euro). Dennoch ist diese Variante viel günstiger als eine Fahrt um Kap Horn.

Miraflores-Schleuse – grandiose Ausblicke

panama city panama canal miraflores

Der Blick auf den Kanal und die gigantischen Tanker und Kreuzfahrtschiffe ist von der Miraflores-Schleuse aus am spektakulärsten. Sie liegt etwa eine halbe Autostunde von Panama-Stadt entfernt. Hier gibt es ein Besucherzentrum mit einer Aussichtsplattform, ein Restaurant mit Terrasse und einen Souvenirladen. Anhand verschiedener Ausstellungen, Maßstabsmodelle, Videopräsentationen und interaktiver Modelle wird erläutert, wie die Schleusen und der Kanal funktionieren. Diese Dinge sind jedoch nur interessant, wenn gerade kein Schiff geschleust wird – das Ganze live zu beobachten ist immer weitaus spektakulärer.

Faszinierende Fakten

Es ist nicht nur seine Größe, weshalb der Panamakanal als das achte Weltwunder bezeichnet wird. Es gibt auch eine Reihe von cleveren Tricks, die diesen Kanal zu etwas Besonderem machen. Zunächst ist es so, dass der Kanal ausschließlich von Süßwasser gespeist wird. Dadurch kann gewährleistet werden, dass die Salzwasserflora- und -fauna der beiden Ozeane getrennt bleiben. Ferner dient der größtenteils künstlich angelegte Gatún-See als Stausee, wodurch das Regenwasser sowie das Wasser aus dem umliegenden Regenwald letztendlich in den Kanal fließen kann. Und schließlich schleppen spezielle, elektrisch angetriebene Lokomotiven der beidseitig des Kanals installierten Zahnradbahnen die Schiffe durch die Schleuse und sorgen dafür, dass sie in der Schleuse genau auf Position bleiben. Einer der Gründe ist, dass die Kapitäne der Ozeanriesen in den Schleusenanlagen keine Kontrolle über ihr Schiff haben.

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