Annex

Dieser Hinweis entspricht den Anforderungen der EG-Verordnung ((EG) Nr. 889/2002)

HAFTUNG VON FLUGGESELLSCHAFTEN FÜR FLUGGÄSTE UND DEREN GEPÄCK

 

Haftungsausschluss:
Dieser Hinweis ist durch die EG-Verordnung (EG) Nr. 889/2002 vorgeschrieben. Er kann weder als Grundlage für einen Schadensersatzanspruch noch zur Auslegung der Bestimmungen der Verordnung oder der Montreal-Konvention verwendet werden und ist kein Bestandteil des Vertrags zwischen Ihnen und der Fluggesellschaft bzw. den Fluggesellschaften.

Der Hinweis ist ungenau hinsichtlich der Angabe, dass bei Schäden bis zu 100.000 SDR die Fluggesellschaft Schadensersatzansprüche nicht anfechten dürfe. Nach der Verordnung und der Montreal-Konvention ist die Position folgende: bei Schäden bis zu 100.000 SDR im Zusammenhang mit Tod oder Personenschaden durch einen Unfall an Bord des Flugzeugs oder beim Ein- oder Aussteigen kann die Fluggesellschaft ihre Haftung nicht ausschließen oder begrenzen, außer wenn Fahrlässigkeit mitursächlich war. Auch beträgt die Obergrenze für die Haftung der Fluggesellschaft bei Verspätungen, Zerstörung, Verlust oder Beschädigung von Gepäck 100.000 SDR insgesamt für nachgewiesene Verluste und Kosten, sofern nicht der Fluggast beim Einchecken eine besondere Erklärung über einen höheren Wert abgegeben oder eine Zusatzversicherung abgeschlossen hat. Die Darstellung, dass wenn Name oder Kennziffer einer Fluggesellschaft auf dem Ticket angegeben ist, diese Gesellschaft die Vertragsfluggesellschaft ist, trifft nicht in allen Fällen zu.


Haftung der Fluggesellschaft für Fluggäste und deren Gepäck
Diese Information fasst die Haftungsregeln zusammen, die von Fluggesellschaften in der Gemeinschaft entsprechend der Gemeinschaftsgesetzgebung und dem Montrealer Übereinkommen angewendet werden.

Schadensersatz im Todesfall oder bei Verletzungen
Es bestehen keine finanziellen Haftungsobergrenzen bei Tod oder Verletzung eines Reisenden. Bei Schäden bis zu 113.100 SDR (ungefähr £ 111.000 oder EUR 125.000) darf die Fluggesellschaft Schadensersatzansprüche nicht anfechten. Oberhalb dieses Betrags kann die Fluggesellschaft einen Anspruch anfechten, indem sie nachweist, dass sie weder fahrlässig noch anderweitig schuldhaft gehandelt hat.

Anzahlungen
Wird ein Fluggast getötet oder verletzt, muss die Fluggesellschaft innerhalb von 15 Tagen ab der Ermittlung der Person, die den Anspruch auf Schadensersatz hat, eine Anzahlung leisten, um den wirtschaftlichen Sofortbedarf zu decken. Im Todesfall muss diese Anzahlung mindestens 16.000 SDR (ungefähr £ 13.000 oder EUR 20.000) betragen.

Fluggastverspätungen
Im Falle von Fluggastverspätungen haftet die Fluggesellschaft für Schäden, sofern sie nicht alle angemessen Maßnahmen ergriffen hat, die Schäden zu verhindern, oder falls es unmöglich war, solche Maßnahmen zu ergreifen.

Die Haftung für Fluggastverspätungen ist auf 4.694 SDR (ungefähr £ 4.600 oder EUR 5.200) begrenzt.

Gepäckverspätungen
Im Falle von Gepäckverspätungen haftet die Fluggesellschaft für Schäden, sofern sie nicht alle angemessen Maßnahmen ergriffen hat, die Schäden zu verhindern, oder falls es unmöglich war, solche Maßnahmen zu ergreifen. Die Haftung für Gepäckverspätungen ist auf 1.131 SDR (ungefähr £ 1.112 oder EUR 1.252) begrenzt.

Zerstörung, Verlust oder Beschädigung von Gepäck
Die Fluggesellschaft haftet für Zerstörung, Verlust oder Beschädigung von Gepäck bis zu maximal 1.000 SDR (ungefähr £ 820 oder EUR 1.230). Bei aufgegebenem Gepäck haftet sie auch ohne Verschulden, sofern das Gepäck einwandfrei war. Bei nicht aufgegebenem Gepäck haftet die Fluggesellschaft nur bei Verschulden.

Höhere Haftungsgrenzen für Gepäck
Ein Fluggast kann höhere Haftungsgrenzen in Anspruch nehmen, wenn er spätestens beim Einchecken eine besondere Erklärung abgibt und eine zusätzliche Gebühr bezahlt.

Gepäckreklamation
Bei Gepäckbeschädigung, -verspätung, -verlust oder -zerstörung muss der Fluggast der Fluggesellschaft so schnell wie möglich eine schriftliche Reklamation zukommen lassen. Der Fluggast muss die schriftliche Reklamation bei Beschädigung von aufgegebenem Gepäck innerhalb von sieben Tagen und bei Verspätung innerhalb von 21 Tagen einreichen, und zwar jeweils ab dem Datum, an dem das Gepäck dem Fluggast ausgehändigt wurde.

Haftung von Vertragsfluggesellschaften und tatsächlichen Fluggesellschaften
Falls die Fluggesellschaft, die den Flug tatsächlich durchführt, nicht dieselbe ist wie die Vertragsfluggesellschaft, so ist der Fluggast berechtigt, gegen beide eine Reklamation oder einen Schadensersatzanspruch geltend zu machen. Ist der Name oder die Kennziffer einer Fluggesellschaft auf dem Ticket angegeben, so ist diese Fluggesellschaft die Vertragsfluggesellschaft.

Klagefrist
Eine Klage auf Schadensersatz muss innerhalb von zwei Jahren ab dem Ankunftsdatum des Flugzeugs oder ab dem Datum erhoben werden, an dem das Flugzeug hätte ankommen müssen.

Grundlage für die Information
Grundlage für die oben beschriebenen Regeln ist das Montrealer Übereinkommen vom 28. Mai 1999, die in der Gemeinschaft durch die EG-Verordnung Nr. 2027/97 (abgeändert durch die EG-Verordnung Nr. 889/2002) sowie nationale Gesetze der Mitgliedstaaten implementiert ist.